VOLNA

Die Installation ist inspiriert von stillgelegten Fabriken, Relikte einer vergangenen Industriemacht, deren Potenzial seit vielen Jahren ungenutzt brach liegt. Während sich in einigen Hallen kleine halb-legale Unternehmen eingerichtet haben, sind die meisten zu Ruinen verkommen. Powerline ist ein Kurzschluss, der durch diese Umstände verursacht wird. Angetrieben von einer generativen Beat-Struktur erzeugen die sichtbaren Linien einen pochenden, 15 Meter langen Bogen, der den Raum mit elektrischem Summen und Licht füllt.

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Künstlerinnen VOLNA

Russland, 2020

Matthew Biederman

Morphogerador ist eine Reflexion über biologische Prozesse, die Farbstrukturen erschaffen, wie wir sie beispielsweise bei Morpho-Schmetterlingen oder diversen Käferarten sehen. Dafür werden ähnliche Algorithmen verwendet, wie sie auch zur Beschreibung biomorphologischer Vorgänge zum Einsatz kommen, und es wird ein System erschaffen, das sich stetig wandelt und dennoch stabil bleibt. Unsere Perspektive ändert sich dabei kontinuierlich – mal kommen wir der Struktur näher, mal entfernen wir uns. Niemals erreichen wir aber eine vollkommene Ansicht auf das Geschehen, was uns schließlich die Begrenztheit unseres Blickfeldes erkennen lässt.

   
Die kanadischen Projekte sind Teil von Kanadas Kulturprogramm als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2021. Sie werden unterstützt durch das Canada Council for the Arts, die Regierung von Kanada (Botschaft von Kanada) und die Vertretung der Regierung von Québec in Berlin.

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Künstler  Matthew Biederman

Kanada / Portugal, 2018

Studio Iregular

Die Videoinstallation Forward zeigt zwei digitale Tunnel, die ihre Form, Muster und Richtung unendlich oft ändern. Dies geschieht mit Hilfe einer Software, die sekundenweise Wahrscheinlichkeiten berechnet, was zu zufälligen audiovisuellen Iterationen führt, die niemals gleich sind. Der Tunnel ist ein Verweis auf die Zukunft, die so instabil und zerbrechlich ist, dass allein der Gedanke an sie ihren Verlauf ändern kann. Sie entwickelt sich ständig weiter, zeichnet sich jeden Augenblick neu und unterstreicht damit die Sinnlosigkeit, sich zu sehr um das Kommende zu sorgen.

   
Die kanadischen Projekte sind Teil von Kanadas Kulturprogramm als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2021. Sie werden unterstützt durch das Canada Council for the Arts, die Regierung von Kanada (Botschaft von Kanada) und die Vertretung der Regierung von Québec in Berlin.

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Künstlerische Umsetzung Studio Iregular

Kanada, 2015

Mária Júdová

Kykeon ist ein immersives VR-Erlebnis, das zeitgenössischen Tanz, Kunst und VR-Technologie miteinander verbindet, um Einblicke in eine verborgene Welt zu geben – durch die Augen eines Schamanen. Der Titel „Kykeon“ bezieht sich auf einen rituellen Trank aus dem antiken Griechenland, von dem man glaubte, er sei der Schlüssel zu esoterischem Wissen. Mithilfe einer Kombination aus Tanzpraxis und immersiver Technologie will das Projekt alte, rituelle und folkloristische Praktiken neu erforschen, um als Gesellschaft voranzukommen.

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Laufzeit 7 Minuten
Künstlerin / Regisseurin
Mária Júdová
Choreografie Taneli Törmä
Tänzer*innen Amber Pansters, Bojana Mitrović, Finn Lakeberg, Milena Wiese, Zachary Chant
Sound Design Alexandra Timpau
Unterstützung VFX Florian Friedrich (Narranoid)
Unterstützung HW Marko Júda
Projekttitel, Logo-Design Constantine Nisidis
Producerin Mara Nedelcu
Co-Producerin  Motion Bank / Hochschule Mainz, Sensorium Festival

Slowakei, Deutschland, Großbritannien, 2020

François Vautier

Ein metallischer Tetraeder schwebt durch einen milchigen Abgrund. Alles ist ruhig – bis sich die geometrische Form plötzlich dekonstruiert und in Milliarden von Fragmenten atomisiert. Dies ist der Beginn einer Reise der schöpferischen Zerstörung, bei der sich alles Feste in Luft auflöst, um sich dann wieder zu verdichten. Die hypnotische Allegorie der ewigen Wiederkehr, eine spirituelle Reise, bei der Leben und Tod austauschbar sind. Durch rein abstrakte Formen und Bewegungen hinterfragt Recoding Entropia den Platz des Zuschauers im Universum.

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Laufzeit 8 Minuten
Künstler
/ Regisseur François Vautier
Drehbuch  François Vautier, Frank Richard
Schnitt François Vautier
Sound Pascal Bantz
Musik Pascal Bantz
Produktion Jeremy Sahel

Frankreich, 2020

 

Matteo Zamagni

Nature Abstraction ist eine immersive, sensorische Erfahrung, die die geheimnisvollen Formen von Fraktalen erforscht, mathematisch berechnete Darstellungen von natürlichen und biologischen Formen. Das Projekt gibt durch VR einen Einblick in fraktale Formationen, die als drei Welten erscheinen, jeweils begleitet von Musik, die den meditativen Zustand und die Entspannung erleichtern sollen. Die Fraktale wurden außerdem durch Googles Deepdream verarbeitet, was die Landschaften in sich morphende, psychedelische Muster verwandelt, die unseren Augen sehr vertraut vorkommen, obwohl sie rein zufällig erzeugt werden.

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Laufzeit 6 Minuten
Regisseur*in / Künstler*in Matteo Zamagni
Technische Unterstützung David Li
Sound Designer Daniel Ben Hur

United Kingdom, 2015

Das VR-Projekt Dazzle vom  Künstler*innen Duo Gibson/Martelli in Kollaboration mit dem Design Kollektiv Peut-Porter wurde für den ersten von VRHAM! ausgeschriebenen Open Call im Rahmen des EU-Projektes REAL-IN ausgewählt. In einer einwöchigen Residenz in Marseille wird das Team aus Großbritannien unter Anleitung der mehrfach ausgezeichneten Produktionsfirma Dark Euphoria ihre Arbeit an dem Projekt fortsetzen. 

Die VR-Installation Dazzle  kombiniert Tanz mit schillernden optischen Illusionen: Der optimistische, rebellische Geist des Chelsea Arts Club Dazzle Ball von 1919 in der Royal Albert Hall wird hier nachempfunden. Das VR-Erlebnis lädt die Zuschauer*innen ein, mit den Künstler*innen zu tanzen, die zwischen virtuellen und Live-Choreografien wechseln. In den Welten des schillernden Balls treffen tanzende Avatare vor markanten Schwarz-Weiß-Kulissen aufeinander. Das britische Team möchte dieses Projekt in der einwöchigen Residenz in Marseille weiterentwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, in welcher Weise neue Ausdrucksformen das Publikumserlebnis verstärken und den Einflussbereich der Rezipient*innen auf das interaktive Storytelling vergrößern können.

Für den ersten von VRHAM! ausgeschriebenen Open Call im Rahmen des EU-Projektes REAL-IN für den Bereich Interaktive Kunst konnten sich Kreative und Künstler*innen bewerben, die in diesem Bereich arbeiten und ihr bereits bestehendes künstlerisches Projekt durch den Einsatz von 3D-Scantechnologie im Rahmen einer einwöchigen Residency in Marseille weiter entwickeln wollen. Das von einer internationalen Jury (Judith Guez/Gründerin und Kuratorin, Rector VRso Festival; Lilli Paasikivi-Ilves/Künstlerische Leiterin, Finnish National Opera; Tomás Saraceno/Performance und Installationskünstler; und Ulrich Schrauth/Künstlerischer Leiter, VRHAM!) ausgewählte Kreativteam stellt die Ergebnisse seiner Recherchephase an der Schnittstelle von Kunst und Technologie auf der REAL-IN Convention am 11. Juni in Hamburg vor, die parallel zum diesjährigen VRHAM! Festival stattfinden und ganz im Zeichen von interaktiver Kunst stehen wird.

REAL-IN ist ein kulturspartenübergreifendes und cross-sektorales Forschungsprojekt. Die vier europäischen Partner*innen VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival/Hamburg, La Manufacture/Avignon, ESPRONCEDA Institute of Arts & Culture/Barcelona und MEET Digital Culture Center/Mailand werden zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten Produktionsfirma Dark Euphoria aus Marseille den Einsatz von 3D-Scantechnologie in Kombination mit immersiven Technologien für die Kreativwirtschaft weiterentwickeln, um so neue partizipatorische Ansätze für das Publikum in den Bereichen Interaktive Kunst, Performings Arts, Musik und Design zu fördern. Mit REAL-IN wird ein innovatives Programm mit Residenzen, Symposien und Workshops umgesetzt, um die gemeinsam von Kreativen, Programmierer*innen und Akteur*innen der Kreativwirtschaft entwickelten Prototypen auf den jeweiligen Festivals und Veranstaltungen zu präsentieren und zu diskutieren.

Bettina Katja Lange, Joan Soler-Adillon, Uwe Brunner

Seit Beginn der häuslichen Quarantäne haben unsere privaten Räume einen ungewöhnlich hohen Stellenwert bekommen; sie sind zu unverzichtbaren Rückzugsorten geworden. Wir suchten uns neue Nischen und Ecken, um Ruhe zu finden und über die aktuelle Situation zu reflektieren. Paradoxerweise ist es die Trennung, die uns heute alle verbindet. The Smallest of Worlds ist ein begehbares, immersives Archiv. Eine Zeitkapsel globaler Betroffenheit, mit dem Ziel, die Beziehungen zwischen Menschen und ihren intimsten und persönlichsten Orten zu erforschen, die ihnen dabei geholfen haben, die Zeit der Isolation zu bewältigen. The Smallest of Worlds ist eine VR-Installation, die auf den Beiträgen von Menschen basiert, die ihre privaten Räume, Erfahrungen und Gedanken mit uns teilen.

Das künstlerische Team war mit dem Projekt Teil der VRHAM! Residencies 2020. Die weiterentwickete Arbeit wird erstmals vor Publikum gezeigt.

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Laufzeit 20 Minuten
Regisseur*innen / Künstler*innen Bettina Katja Lange, Joan Soler-Adillon, Uwe Brunner
Entwicklung Burkart Schwaighofer
Sound Design  Juan Carlos Duarte Regino
Assistenten Max Happ, Stefan Maier

Dänemark, Österreich, 2021

Mélodie Mousset, Edo Fouilloux

The Jellyfish lädt uns ein, in einer hypnotischen, interaktiven VR-Klanglandschaft in die Tiefen unseres Bewusstseins einzutauchen. In einem traumähnlichen Zustand unter Wasser treffen wir auf geisterhafte Meeresbewohner, leuchtende Quallen, die uns einladen, mit ihnen zu singen. Die Quallen können über Tonhöhe, Vibration und Intensität unserer Stimme gesteuert und animiert werden, wodurch ein surrealer Chor des eigenen Selbst entsteht.

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Laufzeit 5 bis 20 Minuten
Regisseur*innen / Künstler*innen  Mélodie Mousset, Edo Fouilloux
Interaktives Audio-Design Chris Heinrichs
Entwicklung Vinicius Pereira Faria, Tom Frackowiak
Technischer Künstler Victor Beaupuy
Beratung Morten Thorning
Musik Moises Horta

Schweiz, 2021

 

Michelle & Uri Kranot

The Hangman at Home erforscht als animiertes VR-Projekt das Unangenehme und Intime des Menschseins. Fünf miteinander verwobenen Geschichten präsentieren uns Menschen in heiklen Situationen: zerbrechlich, verspielt, erschrocken, nachdenklich, verwirrt, neugierig… Situationen, in denen wir uns alle sehr ähnlich sind, und die uns dazu anhalten, die eigene Verantwortung zu erkennen und unsere Handlungen zu hinterfragen. Das Projekt basiert auf Carl Sandburgs gleichnamigem Gedicht aus der Sammlung »Smoke & Steel« von 1922.

   
Die kanadischen Projekte sind Teil von Kanadas Kulturprogramm als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2021. Sie werden unterstützt durch das Canada Council for the Arts, die Regierung von Kanada (Botschaft von Kanada) und die Vertretung der Regierung von Québec in Berlin.

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Laufzeit 25 Minuten
Regisseur*in / Künstler*in Michelle & Uri Kranot
Produktion Lana Tankosa Nikolic, Emmanuel-Alain Raynal, Pierre Baussaron, Katayoun Dibamehr, Avi Amar, Marc Bertrand, Julie Roy
Erzählerin Michelle Kranot
Technische Leitung Morten Andersen
Animation Philip Piaget, Michelle Kranot, Uri Kranot, Juliette Viger, Mohammad Babakouhiashrafi, Fabien Corre, Morten Andersen
Produktion LateLoveProduction, FloeralFilms, MiyuProductions, The National Film Board of Canada

Dänemark, Frankreich, Kanada, 2020